Zusammenfassung
Ein Europäischer Strategieplan für Energietechnologie (SET-Plan):
"Investitionen in die Entwicklung von Technologien mit geringen CO2-Emissionen"
Die Europäische Kommission fordert in dieser Neuauflage des Europäischen Strategieplans für Energietechnologie (SET-Plan) eine maßgebliche Aufstockung der Fördergelder für CO2-arme Technologien. Vorgesehen ist hierbei die Finanzierung von Forschung, Demonstration und früher Marktübernahme der Technologien, nicht aber von deren Anwendung. Mit 8 Mrd. Euro pro Jahr soll circa das Dreifache der bisherigen Summe zu Verfügung stehen. Bis 2020 sollen insgesamt zusätzlich 50 Mrd. Euro investiert werden. Als Finanzierungsquellen sind nationale Haushalte, die Einnahmen des Emissionshandelssystems, die Europäische Investitionsbank (EIB) und die Privatwirtschaft vorgesehen.
Der Plan veranschlagt für sieben Schlüsseltechnologien eine vermehrte Förderung:
- Solarenergie (16 Mrd. Euro),
- CO2 -Abscheidung und -Speicherung (13 Mrd. Euro),
- Bioenergie (9 Mrd. Euro),
- Kernspaltung (7 Mrd. Euro),
- Windenergie (6 Mrd. Euro),
- Brennstoffzellen und Wasserstoff (5 Mrd. Euro) sowie
- Elektrizitätsnetze (2 Mrd. Euro).
Jedem dieser Bereiche ordnet die Mitteilung eine Europäische Industrieinitiative (EII) zu, die zur Stärkung der Forschungskooperation dienen und der europäischen Industrie die Möglichkeit geben soll, bei der Entwicklung nachhaltiger Energietechnologien weltweit die Führung zu übernehmen. Darüber hinaus wird die Initiative „Intelligente Städte“ vorgeschlagen, für die insgesamt 11 Mrd. Euro eingeplant sind. In diesem Rahmen können bis zu 30 Städte durch Pilotprojekte der europaweiten Einführung von intelligenten Stromnetzen, energieeffizienten Gebäuden und kohlenstoffemissionsarmen Verkehrsmitteln Vorschub leisten. Zur Förderung des bereits im SET-Plan von 2007 vorgesehenen Europäischen Energieforschungsbündnisses (EERA) werden 5 Mrd. Euro über 10 Jahre veranschlagt.

