Rat - Europäisches Parlament - Kommission

Entwicklung


OPEC
23. Juni 2009

6. EU-OPEC Energiedialog

Zum 6. EU-OPEC Energiedialog versammelten sich die zuständigen Minister der 27 EU-Mitgliedstaaten sowie der OPEC-Mitglieder in Wien, um angesichts der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise über mögliche zukünftige Entwicklungen auf dem Ölmarkt zu beraten. Zunächst verwiesen die Teilnehmer auf die Fortschritte der Zusammenarbeit seit dem letzten Treffen im Juni 2008. Neben Veranstaltungen zur CCS-Technologie, zählten dazu eine gemeinsam angefertigte Studie zu den Auswirkungen der Finanzmärkte auf die Ölpreisvolatilität sowie der Start einer Machbarkeitsstudie für die Einrichtung eines EU-OPEC Technologiezentrums. Inhaltlich konzentrierten sich die Gespräche auf die globale Wirtschafts- und Finanzkrise und deren Auswirkungen auf die Nachfrage- und Angebotsstruktur auf dem Ölmarkt. Vertreter der OPEC betonten in diesem Zusammenhang die negativen Effekte eines zu niedrigen Ölpreises für langfristige Investitionen vor allem in die Erschließung neuer Erdölvorkommen. Eine mangelnde Investitionsbereitschaft der Förderländer würde somit auch die Versorgungssicherheit der Importeure in Mitleidenschaft ziehen. Von großer Bedeutung für Produzenten- und Konsumentenländer seien daher eine angemessene Regulierung der Finanzmärkte, mehr Transparenz zur Vermeidung von Ölpreisspekulationen sowie eine langfristige Nachfrage- und Angebotssicherheit. Es bestand Einigkeit darüber, einen intensiven Energiedialog in beiderseitigem Interesse fortzuführen.
Mit Blick auf die bevorstehende Klimakonferenz in Kopenhagen bekannten sich sowohl die EU als auch die OPEC zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung. Diese solle insbesondere auf der Förderung regenerativer Energien, auf Energieeffizienz und auf emissionsarmen Energietechnologien (z.B. CCS) basieren. Die nächste Zusammenkunft des EU-OPEC Energiedialogs soll im Juni 2010 stattfinden.

18. Januar 2010

Die EU und die Republik Irak unterzeichneten am 18. Januar 2010 eine Absichtserklärung für eine strategische Energiepartnerschaft. Für die EU war Energiekommissar Andris Piebalgs anwesend, für den Irak der Ölminister Hussein Al-Schahristani. Die Absichtserklärung soll die Grundlagen einer gestärkten Zusammenarbeit im Energiebereich legen. Folgende Bereiche werden als Gegenstand der Zusammenarbeit angeführt: Entwicklung einer Energiepolitik für die irakische Bevölkerung, Versorgungssicherheit bei Energielieferungen Iraks in die EU, erneuerbare Energien und Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz. Mit Blick auf die Diversifizierung der EU-Energieimporte soll die Rolle des Iraks besonders als Erdöllieferant und als mögliche Erdgasquelle gestärkt werden.

Direkt-Link zur PDF 28. Juni 2010

7. EU-OPEC Energiedialog

Der 7. EU-OPEC Energiedialog fand am 28. Juni 2010 in Brüssel statt. Das EU-OPEC Gipfeltreffen stand im Zeichen der Wirtschafts- und Finanzkrise sowie der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko.

Ein wichtiges Diskussionsthema war die Schaffung von Investitionssicherheit und die Eingrenzung der Preisvolatilität auf dem Ölmarkt. Beide Parteien waren sich hierbei einig, dass adäquate Reformen Teil einer umfassenden globalen Finanzmarktreform sein müssen und dass eine kontinuierliche Kooperation zur Schaffung von mehr Transparenz vonnöten ist. Die OPEC-Staaten beklagten weiterhin einen Mangel an qualifizierten Arbeitkräften in der Energie- und Ölindustrie, besonders im Bereich Energietechnologie (z.B. CCS). Ein Ergebnis des Gipfels ist die Einsetzung eines Dialogs zur Erarbeitung von Lösungsvorschlägen. Zur Verbesserung der Sicherheit von Offshore-Ölförderung soll eine weitere Expertenrunde mit Vertretern aus nationalen Verwaltungen und Industrie sowie unabhängigen Experten einberufen werden. Darüber hinaus wurden auf dem Gipfel Fortschrittsberichte über mehrere bereits laufende Studien vorgelegt und die Durchführung einer weiteren Studie über das Potential von technologischen Fortschritten im Öltransport beschlossen.


zurück