Entwicklung einer EU-Energiepolitik (2)

Gipfeltreffen des Europäischen Rates (8./9. März 2007)

Das Gipfeltreffen kann als der tatsächliche Beginn des Projekts einer integrierten Energie- und Klimapolitik für Europa bezeichnet werden. Erstmals formulierten die Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedstaaten ein gemeinsames Dokument, das nachdrücklich auf die aktuellen Problemstellungen hinweist und gleichzeitig ein zukunftsorientiertes Lösungskonzept anbietet.
Die Grundstruktur dieses neuen Ansatzes gründet auf der zentralen Herausforderung, eine wettbewerbsfähige, nachhaltige und sichere Energiepolitik für Europa zu entwickeln.
Um diesem Prozess messbare Werte beizufügen, wurde auf der Grundlage der Kommissionsmitteilung „Eine Energiepolitik für Europa“ eine Strategie erarbeitet, die sich eine grundlegende Veränderung der energiepolitischen Landschaft Europas zum Ziel setzt: Konkret stehen hierfür drei Zielwerte, deren Erreichung für das Jahr 2020 vereinbart wurde:

Mit der Entwicklung dieses strategischen Ansatzes hat die Europäische Union den ersten Schritt hin zur Verwirklichung ihrer Ambitionen vollzogen. Dem zweiten Schritt, der Implementierung dieses Projekts durch konkrete Maßnahmen oder die Initiierung von Gesetzgebungsverfahren, widmet sich der „Energieaktionsplan 2007-2009

Schlussfolgerungen des Vorsitzes


Energieaktionsplan 2007 –2009

Der Energieaktionsplan 2007-2009 (EAP) wurde vom Europäischen Rat auf seinem Gipfel in Brüssel verabschiedet. Der Aktionsplan erteilt den europäischen Institutionen und den Mitgliedstaaten der Europäischen Union Vorgaben, die zur Erfüllung des strategischen Ziels einer nachhaltigen, wettbewerbsfähigen und sicheren Energiepolitik als notwendig erachtet werden.

Die Vielzahl der Handlungserwartungen gliedert sich dabei in fünf Bereiche, für die jeweils ein Maßnahmenbündel formuliert wurde: